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Feuer, Brand, große Hitze: Diese Risiken bergen Lithium-Akkus

Lithium-Ionen-Akkus finden sich überall: in Smartphones, Werkzeugen, Autos und immer dann, wenn netzunabhängig Energiebedarf besteht. Sie bieten eine ganze Reihe an Vorteilen, etwa hohe Effizienz und lange Laufzeit. Zudem sind Sie relativ preiswert und halten viele Ladezyklen aus. Dennoch stehen die Li-Ion-Akkus immer wieder in der Kritik. Ein Grund: Überhitzte Akkus waren in der Vergangenheit verantwortlich für Brände. Wir erklären Ihnen, wie es zum sogenannten Thermal Runaway kommt, ob er verhindert werden kann und wie Sie Lithium-Ionen-Akkus sicher lagern.

 

Was ist ein Thermal Runaway?

Mit „Thermal Runaway“ oder „Thermischem Durchgehen“ wird ein Prozess bezeichnet, der zum Abbrennen oder Explodieren eines Lithium-Ionen-Akkus führt. Überhitzt ein Akku, kann eine Akkuzelle zu brennen beginnen. Eine Kettenreaktion ensteht: Die brennende Zelle heizt die Nachbarzelle an, diese brennt ebenfalls. Es ist von explosionsartigem Abbrennen die Rede.

 

Warum überhitzt ein Akku?

Meist ist die Ursache eines Thermal Runaways im Inneren des Akkus zu finden. Konstruktionsmängel, Staubpartikel oder Beschädigungen können zu einem Kurzschluss führen. Normalerweise sind Plus- und Minuspol voneinander getrennt. Dafür sorgt der Seperator, eine dünne Kunststofffolie. Entstehen Risse im Seperator, kann es zum Kurzschluss und zu anschließender Hitzeentwicklung kommen. Besonders fatal: Kleine Beschädigungen verursachen meist noch keinen Brand, sie werden jedoch immer größer. Wird ein Akku beschädigt, bricht das Feuer häufig erst einige Stunden später aus. Ist ein E-Auto in einen Unfall verwickelt, kann sein Akku sich noch nach 72 Stunden oder weit später entzünden. Diese Zeit muss also in jedem Fall abgewartet werden, um sicherzugehen. Das gilt auch bei anderen Beschädigungen, etwa wenn ein Smartphone auf den Boden gefallen ist. 

 

Heißt das, Lithium-Ionen-Akkus sind gefährlich?

Überhitzte Lithium-Ionen-Akkus können zu Bränden in Elektroautos, Smartphones, Navigationssystemen, Laptops und vielen weiteren Elektrogeräten führen. Sie können das Risiko jedoch senken, indem Sie einige wichtige Sicherheitshinweise beachten:

  • Verzichten Sie auf Schnellladen.
  • Legen Sie akkubetriebene Geräte nicht in die Sonne.
  • Verwenden Sie nur Original-Ladekabel. 

 

Woran erkenne ich einen defekten Akku?

Ob ein Lithium-Ionen-Akku eine Beschädigung aufweist, können Sie von außen normalerweise nicht erkennen. Ein Geruch nach Kunststoff oder Gas kann ein Indiz sein, auch das Aufblähen des Geräts spricht für einen defekten Akku. Ein weiterer Sicherheitshinweis: In ausgeschaltetem Zustand sollte eine Batterie nie warm sein.

 

Wie reagiere ich im Brandfall?

Sollte es wirklich zu einem Brand kommen: Lithium-Ionen-Akkus lassen sich mit Wasser löschen. Stellen Sie jedoch keine riskanten Löschversuche an, rufen Sie im Zweifel lieber die Feuerwehr unter der 112.

 

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